02/21/2017 BakingLifeStories 0Comment

Die einen nennen sie Berliner, die anderen Krapfen…in Berlin sind es sogar Pfannkuchen. Eines haben sie aber alle gemeinsam – kaum einer mag sie nicht.

Für mich sind es ganz klar „Berliner“ – mit dieser Namensgebung bin ich nun einmal aufgewachsen. Als ich eine Zeit lang in München gewohnt und gelebt habe war es tatsächlich sehr schwer mich an das Wort „Krapfen“ zu gewöhnen. Letzenendes musste ich es aber – sonst gab es böse Blicke von der Bäckereiverkäufern.

Klassisch oder Extravagant?

Ich mag meinen Berliner am liebsten mit der klassischen Gelee/Marmeladenfüllung. Die vielen anderen Füllungen sind mir meist zu viel. Vanille- oder Schokocreme, Eierlikör – da wird ein Berliner ja fast zur Hauptmahlzeit. Bei den Variationen sind da ja keine Grenzen mehr gesetzt – das Verrückteste was ich bisher in der Bäckerauslage entdeckt habe, waren Berliner mit Erdnussbutterfüllung. Na dann – guten Hunger…

Der perfekte Hefeteig – mit Gelinggarantie

Besonders in der Faschingszeit gibt es Berliner an jedem Bäckerstand – und auch ich bekomme immer um diese Zeit große Lust auf die süßen Leckereien.

In diesem Jahr wollte ich die gefüllten Süßigkeiten jedoch selbst backen, ich bin ja sowieso ein großer Hefteig-Fan. Auf der Suche nach dem perfekten Berliner habe ich wohl hunderte Rezepte studiert. Letztenendes habe ich jedoch mein eigenes Hefeteig-Rezept genutzt, da er mir damit einfach immer gelingt. Der Hefeteig ist daher genau der Selbe Teig wie bei meinen Zimtschnecken und es war gar nicht so ein großer Aufwand wie anfangs befürchtet.

Die größte Herausforderung war für mich die Temperatur des Ausbackfett. Leider habe ich bisher kein Temperaturmesser, daher musste ich immer mit etwas Probeteig testen ob das fett bereits zu heiß ist – wir wollten ja keine dunkelbraunen Berliner, sondern eine schöne goldbraune Farbe. Ich habe die Berliner dazu ca. 2-3 Minuten von beiden Seiten ausgebacken und danach auf Küchenpapier abtropfen lassen. Für die Füllung habe ich selbstgemachte Gelee aus Johannisbeeren und Himbeeren benutzt.

Etwa die Hälfte der Berliner habe ich ganz klassisch in Zucker gewälzt – für die andere Hälfte habe ich eine rosa Glasur aus Gelee und Puderzucker angerührt.

Meine Arbeitskollegen und die Mädels auf meiner Tupperparty haben sich jedenfalls riesig über die selbstgemachten Berliner gefreut.

Berliner-oder-Krapfen-ein-Klassiker-zur-Faschingszeit
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Berliner

Locker-Luftig mit fruchtiger Füllung, mit Vanillecreme, mit Schokocreme...für jeden gibt es die perfekte Variante

Zutaten
  • 700 Gramm Mehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 70 Gramm Zucker
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 60 ml Öl Rapsöl/Sonnenblumenöl
  • 1 TL Salz
  • 2 Eier
  • 100 ml lauwarmes Wasser
zum Ausbacken:
  • Frittierfett, Pflanzenöl o.ä.
Füllung:
  • Marmelade/Gelee nach Wahl
  • Vanillepudding/Schokopudding
  • Zucker zum bestäuben
Zubereitung
  1. Die Hefe zerkrümelt und zusammen mit etwas Zucker in dem lauwarmen Wasser aufgelöst. (wenn ihr Trockenhefe benutzt, verfahrt ihr ganz genauso.)

  2. Nach ca. 10 Minuten fängt die Hefe an zu arbeiten und wird mit ca. einen Drittel des Mehls vermengt, jedoch nur bis sich die Zutaten ganz grob verbunden haben. Dann das restliche Mehl, den Zucker, die lauwarme Milch, Salz, Eier und Öl dazu geben und mit dem Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten (leicht klebrigen) Teig verkneten.

  3. Den Teig mit einem Küchentuch zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich das Volumen verdoppelt hat (etwa 1- 1,5 Stunden).

  4. In der Zwischenzeit das Ausbackfett in einem Topf oder einer Fritteuse auf etwa 180°C erhitzen, so dass sich um einen in das Fett gehaltenen Holzlöffelstiel Bläschen bilden.

  5. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten.

  6. Den Teig in gleich große Kugeln teilen (etwa 12-15 Stück a ca. 50 Gramm) und diese nochmal kurz durchkneten. Teigkugeln zwischen 2 mit Mehl bestreuten Tüchern nochmals 30 Minuten gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben.


  7. Die Temperatur des Frittierfetts prüfen und die Teigstücke portionsweise in das siedende Fett geben. Von beiden Seiten etwa 2 min goldbraun backen und mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Die Berliner noch heiß in Zucker wenden und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

  8. Marmelade oder Gelee mit einem Spritzbeutel mit Lochtülle oder einer Kontitor-Spritze (hier) befüllen.

Tipps:

Es gibt natürlich noch weitere tolle Toppings für Berliner:

Guss: 2-3 EL  Gelee im Wasserbad verflüssigen, mit 150 g Puderzucker zu einem dickflüssigen Guss anrühren. Berliner mit dem Guss bestreichen. Bei roter Gelee wird es ein rosaroter Guss 🙂

Vanillecreme-Füllung:  250 ml Milch mit Vanillinzucker, Zitronenschale und 2-3 EL Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. 1 Pkt. Vanillepuddingpulver einrühren. Ca. 1 - 2 Min. kochen lassen, danach auskühlen lassen und die Berliner damit befüllen.

Geheimtipp: eine Mango pürieren und mit 2 EL Zucker und etwas Kokosraspeln mischen. Berliner damit befüllen und zusätzlich zuvor in Zucker-Kokosraspel-Mischung wälzen.

Viel Spaß beim Nachbacken

*Alina*

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