02/06/2017 BakingLifeStories 0Comment

Ich muss ja zugeben: Meine Zimtliebe ist unerschöpflich. Bei mir ist Zimt auf dem morgendlichen Kaffee, im Kuchen und besondern in Hefegebäck zu finden – und zwar über das ganze Kalenderjahr, nicht nur im Winter.  Zimt ist in meinem Haushalt immer vorhanden, meist sogar auf Vorrat und wohl eher in Massen als in Maßen. Dabei achte ich aber auch auf die Qualität – den Zimt ist tatsächlich nicht gleich Zimt.

Der Aromastoff Cumarin der in Zimt enthalten ist, ist in größeren Mengen ungesund und kann besonders für Kinder gesundheitliche Folgen haben. Cumarin ist in den verschiedenen Zimt-Arten in unterschiedlicher Konzentration vorhanden, daher sollte man hierauf beim Kauf achten. Das günstigere, und meist in der Lebensmittelherstellung genutzte, Cassia-Zimt hat seine Herkunft in China und Indonesien und enthält eine hohe Konzentration von Cumarin. Das deutlich teurere Ceylon-Zimt stammt zum Großteil aus Sri-Lanka und enthält dagegen sehr wenig Cumarin. 

Für Gebäck, dass viel Zimt enthält, sollte daher besser Ceylon-Zimt verwendet werden. Daher greife ich besonders bei Zimtschnecken, weihnachtlichen Zimtsternen, Lebkuchen & Co. auf die teurere Variante zurück. Ceylon-Zimt bekommt man im gut sortierten Supermärkten oder im Bio-Markt.

Nun aber zurück zur Zimtliebe: Zimtsterne und Lebkuchen sind ja im Frühling und Sommer nicht so sehr begehrt…fluffige Zimtschnecken dagegen sind immer sehr beliebt. Luftiger Hefeteig, knusprige Kruste, leckere Zimtfüllung und ein cremiges Topping – hier können wohl die wenigsten abdanken, selbst wenn im Frühjahr die Diätseason beginnt. 


Ich selbst kann mich bei Zimtschnecken bis heute nicht entscheiden ob ich die skandinavische Variante (Kanelbullar) oder die klassisch amerikanische Variante á la Cinnabon besser finde. Während meines Auslandsemesters in Stockholm habe ich mich zeitweise zum Frühstück und Mittagessen nur von Kanelbullar ernährt…daher wohl auch meine ausgeprägte Zimtliebe seither. Die amerikanische Variante mit fluffigerem Teig und Frischkäse-Topping hat es mir letzte Woche angetan, weshalb ich die gehypten „Cinnabon’s“ nun nachgebacken habe. 

Sobald ich das Rezept für die skandinavischen Kanelbullar abgetippt habe, findet ihr es ebenfalls hier verlinkt.

 

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"Cinnabon“ Zimtschnecken
heute gibt es die leckersten, luftigsten und saftigsten Zimtschnecken - wie die von Cinnabon. Alle Zimtliebhaber - ab in die Küche!
Autor: BakingLifeStories
Zutaten
Hefeteig
  • 700 Gramm Mehl (Type 405)
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Milch lauwarm
  • 2 Eier
  • 100 ml Wasser lauwarm
  • 70 Gramm Zucker
  • 60 ml Öl Rapsöl/Sonnenblumenöl
Füllung
  • 100 Gramm Butter geschmolzen/sehr weich
  • 120 Gramm brauner Zucker
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 2-3 EL Zimt
Frosting
  • 50 Gramm Butter Zimmertemperatur
  • 150 Gramm Frischkäse Doppelrahmstufe, Zimmertemperatur
  • 50 Gramm gesiebter Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung
  1. Als erstes ist es wichtig alle Zutaten auf Zimmertemperatur zu bringen, daher am Besten die Zutaten Butter, Eier, Frischkäse jetzt schon aus dem Kühlschrank holen. Nur so bekommen wir einen schön fluffigen Hefeteig und ein tolles Frosting
  2. Als erster wird der hefeteig vorbereitet. Dazu wird die Hefe zerkrümelt und zusammen mit etwas Zucker in dem lauwarmen Wasser aufgelöst. (wenn ihr Trockenhefe benutzt, verfahrt ihr ganz genauso.)
  3. Nach ca. 10 Minuten fängt die Hefe an zu arbeiten und wird mit ca. einen Drittel des Mehls vermengt, jedoch nur bis sich die Zutaten ganz grob verbunden haben.
  4. Dann das restliche Mehl, den Zucker, die lauwarme Milch, Salz, Eier und Öl dazu geben und mit dem Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten (leicht klebrigen) Teig verkneten.
  5. Mit einem sauberen Geschirrtuch an einen warmen, dunklen Ort ohne Zugluft stellen und für ca. 2-2,5h gehen lassen.
  6. In der Zwischenzeit bereiten wir die Füllung vor. Dazu die Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Dann den braunen Zucker, das Zimt und die gemahlenen Nüsse unterühren.
  7. Den Hefeteig nach der Gehzeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 3-4mm ausrollen und mit der Füllung bestreichen. Dabei einen Rand aussen freilassen, sodass der Teig später schön verklebt.
  8. Im nächsten Schritt den Teig längs aufrollen und die entstandene Rolle mit einem scharfen Messer in 3-4cm breite Stückchen schneiden.
  9. Die Schnecken dann mit der Schnittfläche nach oben in eine gefettete Form oder auf ein höheres Backblech mit Backpier stellen. Mit dem Geschirrtuch abgedeckt dürfen die Schnecken nun nochmal ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
  10. Nach der Gehzeit werden die Schnecken im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten (je nach gewünschter Bräune) gebacken.
  11. Während der Backzeit wird nun das Frosting vorbereitet: die weiche Butter mit dem Frischkäse und dem Vanillezucker glattrühren und anschließend der Puderzucker einsieben und unterrühren.
  12. Nach dem Backen die Schnecken kurz abkühlen lassen und mit dem Frosting bestreichen. Am Besten schmecken sie natürlich noch warm & gemeinsam mit einer Tasse Kakao.
Tipps:
Tipps: wer auf das Frosting verzichten möchte: Die Zimtschnecken vor dem Backen mit etwas Eigelb bestreichen. So bekommen sie eine glänzende Oberfläche und sehen auch ohne Frosting zum Anbeißen aus. Ohne Frosting lassen sich die Teiglinge übrigens auch super einfrieren und stehen für überraschende Kaffee & Kuchen-Besuche dann allzeit bereit!

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